Wie funktioniert die WIWIN-Plattform?

Bei vielen Produkten, die WIWIN (handelnd als gebundener Vermittler der Effecta GmbH, Erding) über die Online-Plattform www.WIWIN.de vermittelt, profitieren Anleger von den Vorteilen der Schwarmfinanzierung, die auch unter dem Namen Crowdfunding oder Crowdinvesting bekannt ist. Bei dieser Form der Kapitalanlage unterstützen viele Kleinanleger durch einen Geldbetrag die Realisierung von genau spezifizierten, nachhaltigen Projekten.

Zeichnung, Anlageverwaltung und Dokumenteneinsicht sind komplett online möglich – für die Anleger ein zusätzlicher Komfortgewinn. Diese Vermögensanlagen, bei denen es sich in der Regel um nachrangige Darlehen handelt, können ausschließlich online gezeichnet werden. Sie wurden im Jahr 2015 durch Inkrafttreten des Kleinanlegerschutzgesetzes ins Vermögensanlagengesetz (VermAnlG) aufgenommen. Für diese Vermögensanlagen gilt als Voraussetzung, dass das Emissionsvolumen sämtlicher angebotener Vermögensanlagen desselben Emittenten 2,5 Millionen Euro nicht übersteigt. Weitere Voraussetzung ist, dass diese Vermögensanlagen ausschließlich über eine Internet-Dienstleistungsplattform, in unserem Fall WIWIN, vermittelt werden.

Ein sattgrüner Wald aus der Froschperspektive

Crowdinvesting – Eine Chance für Kleinanleger

Projekte mit einem relativ kleinen Emissionsvolumen lassen sich über herkömmliche Kapitalmarktprodukte, wie z.B. Fonds oder Anleihen, in der Regel nicht realisieren. Denn in diesem Fall wären die Kosten, die mit dem Angebot und der Vermittlung des Produktes verbunden sind, unverhältnismäßig hoch. Für Schwarmfinanzierungen greift hingegen eine gesetzliche Ausnahmeregelung, sodass die Prospektpflicht entfällt. Auf diese Weise können auch kleine, sehr konkrete Investitionsvorhaben mit Hilfe von Privat- und Kleinanlegern realisiert werden. WIWIN vermittelt über seine Online-Plattform vor allem diese Kapitalanlagen. Obwohl die Prospektpflicht für Schwarmfinanzierungen nicht greift, müssen die Emittenten bei jedem über WIWIN vermittelten Produkt eine Anlegerbroschüre zur Verfügung stellen, in der Anleger die Informationen erhalten, die aus Sicht der Emittenten am wichtigsten sind.

Die mit der Prospektbefreiung verbundene Kostenersparnis bei der Emission ermöglicht es, niedrigere Mindestzeichnungssummen anzubieten und zugleich kleinere Volumina zu platzieren. So können auch Projekte mit kleinerem Finanzierungsbedarf mit relativ kurzer Vorbereitungszeit über WIWIN vermittelt werden. Durch die Möglichkeit kleinerer Mindestzeichnungssummen können Sie Ihr Geld auf mehrere Projekte und Kapitalanlagen verteilen und so die mit den einzelnen Kapitalanlagen verbundenen Risiken besser streuen.

Wie werde ich als Investor rechtlich geschützt?

Durch das Kleinanlegerschutzgesetz, das seit Juli 2015 schrittweise in Kraft getreten ist und das als Artikelgesetz die Änderung mehrerer Gesetze, u.a. des Vermögensanlagegesetzes, umfasst, wurde ein rechtlicher Rahmen für Schwarmfinanzierungen geschaffen, nicht zuletzt um Kleinanleger vor schlechten Investitionsentscheidungen zu schützen. So darf beispielsweise jeder Anleger pro Projekt grundsätzlich nur maximal 1.000,- Euro, unter bestimmten zusätzlichen Voraussetzungen bis zu 10.000,- Euro investieren. Die Vermittlung der Kapitalanlage ist auf Online-Plattformen beschränkt. Die Begrenzung hat auch den Vorteil, dass der Charakter der Schwarmfinanzierung nicht durch wenige, große Investoren verloren geht, die andernfalls einen Großteil des Anlagevolumens auf ihren Namen zeichnen könnten.

Nach dem Vermögensanlagengesetz ist auch für Schwarmfinanzierungen die Erstellung eines Vermögensanlagen-Informationsblattes (VIB) erforderlich. Das VIB vermittelt dem Anleger auf transparente und übersichtliche Weise die wichtigsten Eckdaten einer Kapitalanlage, wie z.B. die Zinshöhe, die Rückzahlungsmodalitäten und die Kündigungsmöglichkeiten.

Mehr als 1.000,- Euro dürfen Kleinanleger nur in eine Schwarmfinanzierung investieren, wenn sie zuvor eine Selbstauskunft abgeben, in der sie versichern, dass sie entweder über ein frei verfügbares Vermögen in Form von Bankguthaben und Finanzinstrumenten von mindestens 100 000 Euro verfügen oder aber maximal den zweifachen Betrag ihres durchschnittlichen monatlichen Nettoeinkommens investieren. Der ​Gesetzgeber ​will ​hierdurch ​Menschen ​davor ​bewahren,​ ​zu einseitig ​zu ​investieren,​ ​d.​h.​ ​alles ​auf ​eine ​Karte ​zu ​setzen.​

Was sind die Risiken von Crowdinvesting?

Bei Nachrangdarlehen besteht das Risiko des Teil- oder Totalverlustes des eingesetzten Kapitals und der noch nicht gezahlten Zinsen. Außerdem bestehen ein Zahlungsvorbehalt bei einem drohenden Insolvenzeröffnungsgrund und eine Nachrangigkeit der Ansprüche im Insolvenzfall. Der Anleger wird bei einer Insolvenz oder Liquidation des Emittenten mit seinen Forderungen erst berücksichtigt, nachdem sämtliche andere Gläubiger des Emittenten vollständig befriedigt worden sind. Bei qualifiziert nachrangigen Darlehen trägt der Anleger ein unternehmerisches Risiko, das höher ist als das Risiko eines regulären Fremdkapitalgebers. Die eingezahlten Gelder unterliegen nicht der Einlagensicherung.

Zusätzliche Vermögensnachteile können dem Anleger entstehen, wenn er den Anlagebetrag selbst fremdfinanziert. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn der Anleger das Kapital, das er in die Schwarmfinanzierung investieren möchte, über einen privaten Kredit bei einer Bank aufnimmt. Das maximale Risiko des Anlegers besteht in einer Überschuldung, die im schlechtesten Fall bis zur Privatinsolvenz des Anlegers führen kann. Dies kann der Fall sein, wenn bei geringen oder keinen Rückflüssen aus der Vermögensanlage der Anleger finanziell nicht in der Lage ist, die Zins- und Tilgungsbelastung aus seiner Fremdfinanzierung zu bedienen. WIWIN rät von einer Fremdfinanzierung des Anlagebetrags ausdrücklich ab.

Weiterhin bestehen produktspezifische Risiken, wie z.B. Risiken aus dem Betrieb der Energieanlagen, Markt-, Vertrags- und Finanzierungsrisiken.