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Die Projektdetails von Domblick Mainz

Das Gebäude Rheinstraße 43-45 wurde in den 1970er Jahren nach den damals gültigen Regeln der Technik errichtet und befindet sich heute in einem baulich guten Zustand. Die letzte energetische Optimierung erfolgte im Jahr 2016 im Zuge einer Wärmedämmung des Dachs. Die Fassade des Gebäudes verfügt aktuell jedoch über keine gesonderte Wärmedämmung. Das nun geplante Sanierungsvorhaben setzt genau an diesem Punkt an. Durch den Einbau einer energetisch hochwertigen Solarfassade soll aus der energetisch optimierungsbedürftigen Rheinstraße 43-45 ein Gebäude werden, welches seinen Strombedarf nahezu vollständig durch selbst produzierten Solarstrom decken kann.

Im Zuge der Sanierung ist geplant, die Fassaden an Vorder- und Rückseite des Gebäudes mit speziellen Photovoltaikmodulen auszustatten, die in Summe eine elektrische Nennleistung von rund 120 Kilowatt peak (kWp) aufweisen sollen. Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten wird derzeit mit einem Stromertrag von ca. 90.000 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr gerechnet. Dieser Strom soll den Mietern der Rheinstraße 43-45 zur Verfügung gestellt werden. Durch die Etablierung dieses innovativen Mieterstrommodells der Firma EINHUNDERT Energie sowie die Speicherung überschüssigen Solarstroms in Akkus der Firma VoltStorage werden die Mieter zuverlässig mit grünem Strom versorgt. Überschüssiger, nicht im Gebäude selbst verbrauchter Solarstrom soll zudem zu einem festen, gesetzlich festgelegten Vergütungstarif in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden, so dass kontinuierliche Einnahmen aus der Stromerzeugung zu erwarten sind.

Mit dem Austausch der Fassade verbunden ist auch eine Verbesserung der Energieeffizienz. Die bestehende Straßenfassade wurde seit den 70er Jahren nicht gedämmt und hat einen Wärmedurchgangskoeffizienten von ca. 0,8 W/(m² x K). Im Zuge der Sanierungsmaßnahmen soll diese Straßenfassade vollständig zurückgebaut und durch eine Pfosten-Riegel-Konstruktion aus dem natürlichen Baustoff Holz ersetzt werden. Als Dämmstoff soll Zellulose als setzungssichere und dichtschließende Einblasdämmung zum Einsatz kommen. Durch das Ersetzen der Fassade und der damit verbundenen Installation der Wärmedämmung soll sich der Wärmedurchgangskoeffizient auf bis zu 0,2 W/(m² x K) verbessern. Hierdurch wird in größerem Umfang Heizenergie eingespart. Das neue Fassadenelement wird zudem ein Lüftungssystem mit Wärmerückgewinnung beinhalten. Dieses soll den notwendigen Luftwechsel in den Räumlichkeiten gewährleisten ohne die Fenster zur schallintensiven Rheinstraße öffnen zu müssen. Als positiver Nebeneffekt werden durch dieses Lüftungssystem die häufig in sanierten Gebäuden auftretenden Feuchtigkeitsschäden vermieden.

Im Rahmen der jetzt geplanten energetischen Sanierungsmaßnahmen sollen darüber hinaus sämtliche Fenster gegen energetisch hochwertige Fenster ausgetauscht werden. Die bisherigen Fenster stammen noch aus dem Baujahr und haben einen geschätzten Wärmedurchgangskoeffizienten von rund 2,8 bis 3,5 W/(m² x K). Die neuen Fenster sollen aus Holz und Aluminium mit einer Dreifach-Isolierverglasung bestehen und einen Wärmedurchgangskoeffizienten von höchstens 0,9 W/(m² x K) aufweisen (inklusive Rahmen). Auch hierdurch werden erhebliche Einsparungen an Heizenergie erzielt und der Schallschutz verbessert.

Durch die energetische Sanierung der beschriebenen Gebäudeteile verbessern sich die energetischen Eigenschaften des Gebäudes erheblich, so dass hierdurch eine Heizenergieeinsparung und eine Reduzierung der Betriebskosten zu erwarten ist. Darüber hinaus steigt durch das Lüftungssystem auch der Komfort der Gebäudenutzer. Nicht zuletzt erhält das Gebäude auf der von Passanten und Autofahrern stark frequentierten Rheinstraße eine sehr hochwertige und moderne Außenansicht.

Es liegt bereits eine gültige Baugenehmigung für eine Fassadensanierung vor, die noch an das aktuelle Vorhaben angepasst werden muss. Der hierfür erforderliche Bauantrag wurde Ende Mai 2020 gestellt und befindet sich derzeit in Prüfung. Alle bisherigen Stellungnahmen der Bauaufsicht sind positiv. Mit der Erteilung der Baugenehmigung wird im August gerechnet. Sollte die Fassadensanierung – entweder aufgrund einer Versagung der Baugenehmigung oder aus anderen Gründen – nicht wie geplant umgesetzt werden können und rückabgewickelt werden müssen, verpflichten sich die Objektgesellschaft sowie die Emittentin der vorliegenden Kapitalanlage zur vollständigen Rückzahlung des eingeworbenen Anleihekapitals zuzüglich aller bis dahin angefallener Zinsen an die Anleihegläubiger. Die für die Zahlung der Zinsen erforderlichen Mittel können planmäßig aus dem laufenden Geschäftsbetrieb der Objektgesellschaft bedient werden.

Der vorläufige Bauzeitenplan sieht vor, dass Anfang Oktober 2020 mit den Montagearbeiten begonnen werden soll. Pro Stockwerk wird ca. eine Woche für den Rückbau und die Installation der neuen Fassade inklusive der Fenster veranschlagt. Eine weitere Woche ist für die Elektroinstallationen und Nacharbeiten geplant, so dass derzeit mit einer reinen Bauzeit von etwa sechs Wochen auszugehen ist.

Die Zinszahlungen an die Anleihegläubiger sollen planmäßig aus den laufenden Mieteinnahmen der Rheinstraße 43-45, Mainz, erbracht werden. Diese lassen sich aufgrund der größtenteils langfristig abgeschlossenen Mietverträge relativ gut kalkulieren. Sollten einzelne Mietverhältnisse beendet werden, ist aufgrund der sehr gefragten Objektlage in der Mainzer Innenstadt davon auszugehen, dass sich im Bedarfsfall zeitnah Anschlussmieter für leerstehende Büroeinheiten finden lassen. Darüber hinaus lassen sich die mit dem Objekt in Zusammenhang stehenden Ausgaben aufgrund der langfristig abgeschlossenen Finanzierungs- und Dienstleistungsverträge sehr gut prognostizieren.


Vereinfachte Darstellung der planmäßigen Liquiditätslage aus dem laufenden Geschäftsbetrieb der Rheinstraße 43-45, Mainz, über die Anleihelaufzeit. Der Liquiditätsplan sieht aufgrund der Umlage der Betriebskosten auf die Mieter einen konstanten operativen Gewinn vor. Zudem wurde eine kalkulatorische Reserve für außerplanmäßige, nicht über die Versicherung regulierbare Reparaturmaßnahmen sowie eine jährliche Inflation von 2,0 % über die gesamte Anleihelaufzeit angesetzt. Prognosegemäß reichen die Erlöse aus der Vermietung aus, um sämtliche Betriebs- und Finanzierungskosten des Objekts zu tragen und die jährlichen Anleihezinsen an die Emittentin über die Laufzeit bis Ende 2026 zu bedienen (alle Angaben brutto).*

*Hinweis: Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Die Tilgung der nachrangigen Inhaberschuldverschreibung soll planmäßig zum 31.07.2026 erfolgen. Das hierfür erforderliche Kapital kann zum Großteil aus dem operativen Gewinn des Objektbetriebs erbracht werden.  Eine gegebenenfalls verbleibende Differenz soll durch eine noch abzuschließende Anschlussfinanzierung getilgt werden. Darüber hinaus hält die wiwi Immo GmbH & Co. KG neben der Rheinstraße 43-45 aktuell noch vier weitere Liegenschaften in Mainz in ihrem Alleineigentum, deren Einnahmen unter anderem auch zur Tilgung der Solaranleihe Domblick Mainz eingesetzt werden können.

Emittentin der vorliegenden Kapitalanlage ist die wiwi Immo GmbH & Co. Energiezins KG mit Sitz in Mainz. Sie wurde zu dem Zweck gegründet, Kapital einzuwerben und an die Objektgesellschaft wiwi Immo GmbH & Co. KG weiterzuleiten, welche das Fassadensanierungsvorhaben in der Rheinstraße 43-45 in Mainz umsetzt. Darüber hinaus soll sie die zweckgebundene Mittelverwendung sicherstellen.

Unternehmensgegenstand der wiwi Immo GmbH & Co. KG (Objektgesellschaft) ist insbesondere die Errichtung, der Erwerb, die Verwaltung sowie der Verkauf von Grundstücken und Immobilien. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Mainz unter dem Aktenzeichen HRA 42916 eingetragen. Sie ist alleinige Eigentümerin des Büro- und Gewerbegebäudes Rheinstraße 43-45, Mainz, und Vorhabenträgerin der geplanten Fassadensanierung.

Geschäftsführer und alleiniger Gesellschafter von Emittentin, Objektgesellschaft sowie deren persönlich haftender Gesellschafterin, der wiwi Beteiligungs GmbH, ist Herr Matthias Willenbacher. Er ist Träger des Deutschen Klimaschutzpreises 2008 und wurde vom Bundesverband Deutsche Startups e.V. in der Kategorie „Bester Investor“ für die German Startup Awards 2020 nominiert. Die gesellschaftsrechtlichen Verhältnisse sind in Abbildung 5 näher dargestellt.

Die Objektgesellschaft hat sich gegenüber der Emittentin vertraglich dazu verpflichtet, in regelmäßigen Abständen über den Fortschritt des Sanierungsvorhabens sowie über besondere Herausforderungen und Ereignisse Bericht zu erstatten. Die Emittentin verpflichtet sich, die Anleihegläubiger während der Laufzeit der Inhaberschuldverschreibung über den aktuellen Projektstand zu informieren. Die Emittentin wird diese Informationen in regelmäßigen Abständen im Internet auf www.wiwin.de veröffentlichen.


Schematische Darstellung der gesellschaftsrechtlichen Strukturen von Emittentin und Objektgesellschaft.

Hinweis: Dieses Angebot richtet sich nicht an Staatsbürger*innen der Vereinigten Staaten von Amerika.

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