Crowdinvesting

Den Fußball feiern – aber nachhaltig

Endlich ist es soweit: Nächste Woche beginnt die Fußball-WM in Russland. Viele Fans hierzulande freuen sich besonders aufs gemeinsame Feiern beim Public Viewing. Unzählige Parks, öffentliche Plätze und Stadien in Deutschland werden sich in den kommenden Wochen in riesige Partymeilen verwandeln, auf denen sich Tausende Fußballbegeisterte versammeln, um bei Bier und Bratwurst bei den Spielen mitzufiebern.

Für die Umwelt ist das nicht unbedingt ein Grund zum Feiern. Wenn die Fans mit dem Auto anreisen, bedeutet das verstopfte Straßen und zusätzlichen Kohlendioxidausstoß.

Der Verbrauch von Strom und Wasser bei solchen Veranstaltungen ist immens, und der Lärm nervt nicht nur Anwohner, sondern stört auch Wildtiere. Ist das Match dann vorbei, türmen sich häufig Müllberge auf dem Eventgelände. Zwar hat das Bundesumweltamt einen Leitfaden für die Organisation von Veranstaltungen herausgebracht, doch kann man sich nicht unbedingt darauf verlassen, dass das Event, das man besucht, auch wirklich auf Ressourcenschonung ausgerichtet ist.

Party mit Bedacht

An Nachhaltigkeit interessierte Fans können deshalb selbst viel dazu beitragen, ihr Fußball-Erlebnis des Jahres weniger belastend für die Umwelt zu gestalten. Die Wahl öffentlicher Verkehrsmittel zur Fanmeile reduziert nicht nur CO2-Emissionen, sondern sorgt im besten Fall auch für den Erhalt des Führerscheins, wenn es doch ein Bierchen mehr wurde. Apropos Getränke: Der größte Teil der bei Großveranstaltungen entstehenden Abfallmenge fällt meistens bei der Verpflegung an. Wer sich für Essen entscheidet, das aus der Hand gegessen werden kann, wie etwa Bratwurst im Brötchen oder ein Stück Pizza, kann hier an Plastiktellern und -besteck sparen. Der selbst mitgebrachte und mehrfach genutzte Plastikbecher fürs Getränk kann ebenfalls helfen, Abfallberge zu reduzieren, falls die Veranstalter nicht sowieso Mehrwegsysteme verwenden. Wenn Müll nicht zu vermeiden ist, sollte man auf getrennte Entsorgung achten.

Nicht mehr gebrauchte und zurückgelassene Fanartikel wie Fähnchen, Blumenketten oder Plastikratschen tragen ebenfalls zum erhöhten Müllaufkommen bei. Am besten also nach dem Spiel alles wieder einsammeln und mit nach Hause nehmen – bei der nächsten WM lässt sich auch das wieder recyceln.

Bliebe noch der Lärm. Für die Umgebung ist leises Jammern über das Ausscheiden der Mannschaft sicherlich weniger lästig als lautes Siegesgeschrei. Aber wer will das schon?