Inhaberschuld­verschreibungen „Green City Solarimpuls I“

Konzept

Solarenergie löst konventionelle Kraftwerke ab, neue Geschäftsmodelle entstehen. Bislang dominiert die Einspeisung mit gesetzlicher Vergütung, auf Dauer wird sich die Direktvermarktung über Stromlieferverträge als neuer Marktstandard durchsetzen. Die Wettbewerbsfähigkeit von Solarstrom schafft für Green City Energy, aber auch für Investoren zunehmend attraktive Perspektiven. Stromlieferverträge ermöglichen Preisanpassungen und können in Zukunft eine Antwort auf zunehmende Inflationsrisiken bieten. Steigen Energiepreise, steigen auch die Einnahmen der PV-Anlagen aus der Direktvermarktung des Stroms. Die Solarimpuls-Anleihe nutzt so die aktuelle Marktentwicklung und kombiniert Investitionsobjekte mit und ohne Einspeisetarif. Ziel ist ein geographisch diversifiziertes Projektportfolio, um Risiken bestmöglich zu streuen.

Anbieterin und Emittentin der vorliegenden Kapitalanlage ist die Green City Solarimpuls I GmbH & Co. KG.

Die Emittentin ist Teil eines Konzerns, dessen Konzernmutter die Green City Energy AG ist. Einzige Komplementärin der Emittentin ist die ebenfalls zum Konzern gehörende Green City Energy Kraftwerke GmbH, einzige Kommanditistin die Konzernmutter Green City Energy AG.

Der gesamte Konzern ist im Bereich der Erneuerbaren Energien tätig und strebt den Umbau der Energieversorgung auf 100 Prozent Erneuerbare Energien an. Er beschäftigt 109 Mitarbeiter (auf Vollzeitstellen umgerechnet, Stand: 15. Januar 2017). Er ist in Deutschland und in ausgewählten europäischen Märkten tätig.

Die Emittentin plant, verschiedene Photovoltaikprojekte umzusetzen, die sich in folgenden Kategorien unterteilen:

  • Solarkraftwerke mit Einspeisevergütung
  • Solarkraftwerke mit Stromliefervertrag
  • Mieterstrom- und Quartiersprojekte

Die Schuldverschreibungen werden am 30. September 2037 zur Rückzahlung fällig. An diesem Tag werden die Schuldverschreibungen zu 100 Prozent des Nennbetrags zurückgezahlt, sofern keine vorzeitige Rückzahlung erfolgt ist. Die Emittentin kann die zur Rückzahlung erforderlichen Mittel etwa aus verfügbarer Liquidität, aus dem Verkauf von (Kraftwerks-)Projekten und/oder über Refinanzierungsmaßnahmen aufbringen.
Daneben tritt eine etwaige Erfolgsbeteiligung, sofern der Unternehmenswert der Emittentin den Nennbetrag dieser und weiterer Finanzierungsinstrumente, die einen Anspruch auf eine solche Erfolgsbeteiligung haben und deren Emission vor dem Ende der Emission der vorliegenden Anleihe begonnen hat (»erfolgsbeteiligte Finanzierungsinstrumente«), übersteigt (»Mehrwert«).

Die Schuldverschreibungen werden in Höhe ihres Nennbetrags ab dem 3. November 2017 (einschließlich) und bis zum 30. September 2037 (ausschließlich) verzinst, sofern sie nicht zuvor ganz oder teilweise zurückgezahlt wurden.

Der Zinszeitraum läuft jeweils vom 1. Oktober bis zum 30. September eines jeden Jahres. Die Zinsen sind nachträglich am 30. September zahlbar. Abweichend davon erfolgt die erste Zinszahlung am 30. September 2019 für den Zeitraum vom 3. November 2017 bis 30. September 2019.

Die letzte Zinszahlung erfolgt am Tag der Rückzahlung für den Zeitraum vom 1. Oktober 2036 bis zum Tag der Rückzahlung, somit plangemäß am 30. September 2037.

Die Mindestzeichnungssumme beträgt 1.000 Euro, höhere Beträge müssen durch 1.000 teilbar sein. Ein Höchstbetrag der Erwerbsangebote wird nicht festgesetzt. Ein Anspruch auf Annahme des Erwerbsangebots besteht jedoch nicht.

Das Gesamtemissionsvolumen der angebotenen Inhaberschulverschreibung beträgt bis zu 50.000.000 Mio. Euro.

Es existieren jährliche Kündigungsmöglichkeit mit einer Frist von 9 Monaten, erstmals zum 30. September 2023. Eine entsprechende Kündigungsmöglichkeit besteht auch für die Emittentin mit einer Frist von 3 Monaten. Erfolgt keine Kündigung, dann Laufzeit bis zum 30. September 2037, d. h. rund 20 Jahre.

Der anfängliche Zinssatz beträgt für die erste Zinsperiode 3,25 Prozent p. a. und berücksichtigt jährlich ab der zweiten Zinsperiode einen Inflationsausgleich auf Grundlage des vom Statistischen Bundesamt (www.destatis.de) veröffentlichten Verbraucherpreisindex des Vorjahres. Der Verbraucherpreisindex für Deutschland des Statistischen Bundesamts misst die durchschnittliche Preisentwicklung aller Waren und Dienstleistungen, die private Haushalte für Konsumzwecke kaufen. Dabei beträgt der Mindestzinssatz in jedem Fall 3,25 Prozent p. a.

Der Beginn der Angebotsfrist ist der der erste Werktag nach Veröffentlichung dieses Prospekts, also der 3. November 2017. Während der Angebotsfrist können die Schuldverschreibungen unter den in diesem Prospekt beschriebenen Bedingungen durch die Anleger erworben werden. Die Angebotsfrist endet 12 Monate nach Billigung des Prospekts durch die CSSF, am 1. November 2018. Die Emittentin behält sich jedoch vor, das öffentliche Angebot vorzeitig zu schließen.
  • Risiko des Totalverlusts des eingesetzten Kapitals sowie im Fall einer Fremdfinanzierung Gefährdung des weiteren Privatvermögens des Anlegers
  • Risiko von geringeren bzw. keinen Zinszahlungen an die Anleger
  • eingeschränkte Handelbarkeit der Inhaberschuldverschreibungen
Bei den Schuldverschreibungen der Green City Solarimpuls I GmbH & Co. KG handelt es sich um festverzinsliche Inhaberschuldverschreibungen, die zum Gesamtnennbetrag von bis zu 50.000.000 Euro angeboten werden.

Vom Kapitalanleger werden weder vom Vermittler noch von der Anbieterin Gebühren erhoben. Insbesondere wird kein Ausgabeaufschlag (Agio) erhoben.

Zinszahlungen zählen zu den Einkünften aus Kapitalvermögen. In Deutschland sind vom Anleger im Rahmen seiner Steuererklärung die Zinsen zu versteuern. Die Zinsen werden in voller Höhe ausgezahlt. Vom Kapitalanleger sind in Deutschland die Abgeltungsteuer und der Solidaritätszuschlag und ggf. die Kirchensteuer abzuführen.

Anleger sollten sich im Hinblick auf ihre individuelle Situation von ihrem Steuerberater beraten lassen.

Die Emittentin plant, die Aufnahme der Wertpapiere in die amtliche Liste der Luxemburger oder einer deutschen Börse und die Zulassung der Schuldverschreibungen zum Handel am geregelten Markt oder die Einbeziehung der Wertpapiere in den Freiverkehr der Luxemburger oder einer deutschen Börse zu beantragen. Ein derartiger Antrag ist bis spätestens 3 Monate nach Veröffentlichung des endgültigen Angebotsergebnisses vorgesehen, wobei die Emittentin noch keine Entscheidung hinsichtlich des Börsensegments und des Börsenplatzes getroffen hat. Erfolgt dies bereits während der Zeichnungsfrist gemäß diesem Prospekt, wird die Emittentin unverzüglich einen Nachtrag zu diesem Prospekt erstellen und veröffentlichen.

Das Angebot richtet sich ausschließlich an Anleger (natürliche Personen), die ihren Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland haben und in Deutschland bei einer Bank bzw. einem Kreditinstitut ein Girokonto unterhalten.

Die Anleihegläubiger haften gegenüber der Emittentin in Höhe der von ihnen gezeichneten Schuldverschreibungen. Diese Haftung erlischt mit vollständiger Einzahlung der jeweiligen Beträge der Schuldverschreibungen nebst etwaigen Stückzinsen.

Auszahlungen, das heißt Zins- und Rückzahlungen aus der Anleihe an die Anleihegläubiger, führen in der Regel zu keiner Haftung gegenüber der Emittentin in Höhe des jeweils ausgezahlten Betrags, das heißt es besteht grundsätzlich kein Rückforderungsanspruch. Sollten die Auszahlungen in einem engen zeitlichen Zusammenhang mit der Insolvenz der Emittentin erfolgt sein, müssen jedoch unter Umständen bereits erfolgte Zahlungen an die Anleihegläubiger von diesen zurückgeleistet werden.

Allgemeine Hinweise

Die nachfolgende Darstellung ist eine allgemeine Beschreibung von bestimmten in Luxemburg geltenden steuerlichen Aspekten im Zusammenhang mit den Wertpapieren. Sie erhebt nicht den Anspruch, eine umfassende Beschreibung aller möglichen steuerlichen Aspekte der Wertpapiere darzustellen, ob in Luxemburg oder in anderen Ländern. Potenziellen Anlegern wird empfohlen, sich von ihrem eigenen Steuerberater beraten zu lassen, nach welchen Rechtsordnungen der Erwerb, das Halten und die Veräußerung von Wertpapieren sowie der Bezug von Zins-, Kapital- oder sonstigen Zahlungen relevant ist und welche steuerlichen Folgen dies jeweils in Luxemburg auslösen kann. Diese Zusammenfassung beruht auf dem Gesetzesstand zum Datum dieses Prospekts. Die in diesem Abschnitt enthaltenen Informationen beschränken sich auf steuerliche Aspekte und enthalten keine Aussage zu anderen Fragen, insbesondere nicht zur Rechtmäßigkeit von Transaktionen im Zusammenhang mit den Wertpapieren.