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Die Unternehmensdetails von Windpark Schneebergerhof Repowering

Der Windpark Schneebergerhof befindet sich im rheinland-pfälzischen Donnersbergkreis nahe den Ortsgemeinden Gerbach und Kriegsfeld und besteht aus insgesamt sechs Windenergieanlagen verschiedener Typen mit Nennleistungen zwischen 1,5 und 7,5 Megawatt (MW). Der gesamte Windpark hat einen durchschnittlichen Jahresenergieertrag von rund 40 Mio. Kilowattstunden (kWh) – einer Menge, die ausreicht, um ca. 14.000 Privathaushalte pro Jahr mit klimafreundlichem Windstrom zu versorgen. Durch das geplante Repowering eines Teils der Bestandsanlagen soll diese Menge zusätzlich erhöht werden.

Die Windenergieanlagen am Schneebergerhof befinden sich im Eigentum verschiedener Betreibergesellschaften. Die WIWI Windkraft GmbH & Co. Kriegsfeld KG, Emittentin dieser Kapitalanlage, betreibt derzeit selbst eine Windenergieanlage am Standort und ist zugleich Vorhabenträgerin des geplanten Repoweringprojekts. Das im Rahmen dieser Inhaberschuldverschreibung eingeworbene Kapital soll daher ausschließlich zur Finanzierung des für die Durchführung des Repowering erforderlichen Projektrechtekaufs durch die WIWI Windkraft GmbH & Co. Kriegsfeld KG eingesetzt werden.

Die WIWI Windkraft GmbH & Co. Kriegsfeld KG plant in Abstimmung mit den Betreibergesellschaften der derzeit am Schneebergerhof in Betrieb befindlichen Windenergieanlagen sowie der Ortsgemeinde Kriegsfeld das Repowering von drei Windenergieanlagen. Der Begriff „Repowering“ bezeichnet hierbei die Betriebsbeendigung sowie den Rückbau und anschließenden Ersatz von drei Windenergieanlagen durch zwei moderne und deutlich effizientere, leistungsstärkere Anlagen.

Im Rahmen dieses Repowerings sollen zwei Altanlagen des Typs Enercon E-66 und eine Altanlage des Typs Vestas V80 durch zwei Neuanlagen des Typs Enercon E‐138 EP3 E2 ersetzt werden. Die zur Neuerrichtung vorgesehenen Anlagen weisen jeweils eine Nennleistung von 4,2 MW und einen Rotordurchmesser von 138,25 m auf. Die rückzubauenden drei Altanlagen sind zwischen 2000 und 2003 in Betrieb genommen worden und weisen Nennleistungen zwischen 1,5 MW und 2 MW bei Gesamthöhen zwischen 131 Metern und 149 Metern auf. Mit Blick auf die installierte Leistung bzw. den Stromertrag ergibt sich bei einer Reduzierung der Anlagenanzahl eine deutliche Steigerung der Nennleistung sowie eine Verdoppelung des langfristig zu erwartenden Stromertrages.

Die zuständige Kreisverwaltung Donnersbergkreis hat der WIWI Windkraft GmbH & Co. Kriegsfeld KG die Genehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG-Genehmigung) für den Bau und Betrieb zweier Windenergieanlagen des Typs Enercon E-138 EP3 E2 am 22.10.2019 erteilt. Die weiteren für die Projektumsetzung erforderlichen Rechte, insbesondere Flächensicherungsverträge, befinden sich derzeit noch nicht im Eigentum der Emittentin und sollen von dieser zu einem Preis von 1.000.000,- Euro netto erworben werden. Im Kaufpreis inbegriffen ist zugleich die Vergütung für alle bisher erbrachten Leistungen, die erforderlich waren, um den Antrag auf BImSchG-Genehmigung vorzubereiten. Des Weiteren wurde der jetzige Projektrechteinhaber damit beauftragt, die neuen Windenergieanlagen in Übereinstimmung mit der BImSchG-Genehmigung schlüsselfertig und vergütungsfähig im Sinne des EEG zu errichten und netzkonform in Betrieb zu nehmen. Für die Erbringung dieser Leistungen fallen zusätzliche Kosten an, die je nach Projektfortschritt bezahlt und durch einen Bankkredit finanziert werden sollen.

Der aktuelle Zeitplan der Projektgesellschaft sieht vor, dass mit dem Rückbau der Bestandsanlagen im Sommer 2021 begonnen wird. Die technische Inbetriebnahme der beiden Enercon E-138-Anlagen soll Ende des Jahres 2021 erfolgen. Auch wenn sich das Windkraftprojekt bereits in fortgeschrittener Planung befindet, bestehen noch Projektentwicklungsrisiken. So ist beispielsweise die Sicherung der für das Repowering erforderlichen Grundstücke noch nicht vollständig abgeschlossen; diese soll planmäßig bis zum Sommer 2020 erfolgen. Darüber hinaus steht der Vergütungstarif für die beiden Neuanlagen noch nicht final fest. Dieser soll zeitnah im Rahmen der von der Bundesnetzagentur veranstalteten EEG-Ausschreibungsrunde im Dezember 2019 gesichert werden. Sobald der Vergütungstarif feststeht, wird die Emittentin hierüber gesondert auf www.wiwin.de informieren.

Der Standort Schneebergerhof wird bereits seit 1996 für den Betrieb von Windenergieanlagen genutzt. Da somit bereits umfangreiche und langjährige Ertragsdaten vorliegen, wurde die Beauftragung eines einzigen Ertragsgutachtens für die beiden neu entstehenden Windenergieanlagen als vorerst ausreichend erachtet. Im Rahmen der noch bevorstehenden Projektfinanzierung soll ein zweites Gutachten erstellt werden. Das vorliegende Ertragsgutachten wurde von dem Planungsbüro UL International GmbH erstellt. Der darin ermittelte P75-Ertragswert berücksichtigt sämtliche Auflagen der BImSchG-Genehmigung und wurde als Grundlage für die weitere Wirtschaftlichkeitsplanung herangezogen.

Für die beiden Neuanlagen wurde somit eine Jahresstromproduktion von rund 20 Mio. kWh zugrunde gelegt. Die untenstehende Tabelle fasst die Ergebnisse des Gutachtens auf einen Blick zusammen. Da der – im vorliegenden Fall noch nicht feststehende – Vergütungstarif der Neuanlagen (also der anzulegende Wert gemäß § 36h EEG) für jede erzeugte kWh Strom gesetzlich festgelegt ist und der zuständige Verteilnetzbetreiber zur vorrangigen Abnahme des erzeugten Windstroms gesetzlich verpflichtet ist, lassen sich die künftigen Umsatzerlöse der beiden Neuanlagen auf Basis der gutachterlich ermittelten Winderträge für die nächsten zwanzig Betriebsjahre relativ gut prognostizieren.

Die Zahlung der Zinsen an die Anleihegläubiger vor Inbetriebnahme der beiden Neuanlagen ist durch den laufenden Geschäftsbetrieb der Emittentin, insbesondere durch die Erlöse ihrer bereits schuldenfreien Bestandswindenergieanlage, sichergestellt. Nach der Inbetriebnahme der Neuanlagen soll der Kapitaldienst an die Anleihegläubiger und die projektfinanzierende Bank aus den dann generierten Umsatzerlösen dieser beiden Windräder geleistet werden. Die Tilgung der Inhaberschuldverschreibung soll planmäßig zum 31.12.2026 erfolgen. Das hierfür erforderliche Kapital soll jedoch nicht aus dem operativen Gewinn der WIWI Windkraft GmbH & Co. Kriegsfeld KG, sondern entweder durch eine noch abzuschließende Anschlussfinanzierung oder über zusätzlichen Eigenkapitaleinsatz der Kommanditisten erbracht werden.

Den Umsatzerlösen wurde ein Vergütungstarif von 6,2 Cent pro kWh zzgl. Korrekturfaktor zugrunde gelegt. Dieser Wert soll durch einen Zuschlag in der von der Bundesnetzagentur durchgeführten EEG-Ausschreibungsrunde im Dezember 2019 gesichert werden. Sollte ein niedrigerer Tarif erzielt werden, wurde mit dem aktuellen Projektrechteinhaber und Generalunternehmer eine Kaufpreisanpassung in einer solchen Höhe vereinbart, dass die vertraglich festgelegte Projektrentabilität nicht gemindert und die Emittentin wirtschaftlich nicht benachteiligt wird. Die Betriebskosten wurden anhand für vergleichbare Windkraftprojekte vorliegender Verträge und Angebote zu Wartung, technischer und kaufmännischer Betriebsführung, Versicherung etc. in der Wirtschaftlichkeitsberechnung berücksichtigt. Außerdem wurde eine kalkulatorische Reserve in Höhe von 10.000 Euro pro Jahr für außerplanmäßige Ausgaben sowie eine jährliche Inflation von 2,0 % über die gesamte Projektlaufzeit angesetzt.

Die WIWI Windkraft GmbH & Co. Kriegsfeld KG fungiert als Emittentin der Kapitalanlage „Windpark Schneebergerhof Repowering“. Sie ist unter dem Aktenzeichen HRA 11427 beim Amtsgericht Kaiserslautern eingetragen. Ihr Geschäftszweck besteht in der Errichtung sowie dem Betrieb von Windkraftanlagen und ihre Geschäftsführung ist zu allen damit in Zusammenhang stehenden Maßnahmen befugt. Die WIWI Windkraft GmbH & Co. Kriegsfeld KG ist bereits Emittentin der nachrangigen Schuldverschreibung „Windpark Hornberg“, welche ebenfalls auf WIWIN zur Zeichnung angeboten wurde. Darüber hinaus hat die Gesellschaft Genussrechte im Wert von 2.000.000,- Euro ausgegeben. Sowohl das Kapital aus der Anleihe Windpark Hornberg als auch das Genussrechtskapital ist dem Kapital aus der vorliegenden Schuldverschreibung im Rang gleichgestellt. Dies bedeutet, dass das gesamte Anleihe- und Genussrechtskapital der Emittentin im Insolvenzfall gegenüber den Bankverbindlichkeiten nachrangig und gegenüber den Ansprüchen der Kommanditisten vorrangig zu bedienen ist.

Die Schneewind GmbH ist die persönlich haftende Gesellschafterin der WIWI Windkraft GmbH & Co. Kriegsfeld KG. Sie verfügt über ein Stammkapital in Höhe von 25.000,- Euro und ist derzeit unter dem Aktenzeichen HRB 8386 beim Amtsgericht Mainz eingetragen. Die Schneewind GmbH übt als Komplementärin die Geschäftsführung für die WIWI Windkraft GmbH & Co. Kriegsfeld KG aus, hält aber keine Kapitalanteile an der Gesellschaft. Ihr einzelvertretungsberechtigter Geschäftsführer ist Dr. Norbert Willenbacher.

Hinweis: Dieses Angebot richtet sich nicht an Staatsbürger*innen der Vereinigten Staaten von Amerika.

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